Vereinschronik
Vor 90 Jahren gründeten 99 Bedienstete der damaligen Eisenbahn- und Postverwaltung am 13. Juli 1913 den Verein,, Einigkeit''. Das Vereinsareal befand sich auf dem seinerzeitigen Exerziergelände der "81er" an der Mainzerlandstraße. (heutiges Gelände des KGV Ackermann e.V.)
Da unsere Kleingartenanlage als Bauland benötigt wurde, erfolgte im November 1919 die Kündigung. Ersatzland erhielten wir vom ehemaligen Hof Rebstock, das mit 134 Parzellen im Frühjahr 1920 besiedelt werden konnte. Bereits im Jahre 1926 mussten wir erneut weichen, da die Deutsche Lufthansa unsere Gärten zum Bau eines Zivilflughafens beanspruchte. Dieser abermalige ,,Umzug" führte auf das Gelände, auf dem unsere Anlage noch heute angesiedelt ist. Es wird begrenzt durch die Oeserstrasse, die BAB Karlsruhe-Kassel sowie die Bahnlinie Frankfurt-Rödelheim, dem ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Damm.
In den 60er Jahren haben Straßenbaumaßnahmen zwangsläufig sowohl die Anzahl als auch die Größe der Gärten unserer Anlage immer wieder verändert, ein Schicksal, das zahlreiche Vereine mit uns teilen. Heute verfügt der Verein über 106 Kleingärten mit Parzellengrößen zwischen 300 qm und 400 qm.
Die Vereinsmitglieder haben in den letzten Jahren umfangreiche Verschönerungs- und
Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt, diese waren natürlich mit erheblichen
Anstrengungen verbunden.
So hat 1991 der damalige Vorstand die heutige Zeltkonstruktion einschließlich Zeltplane
anfertigen lassen. Hier spart der Verein erhebliche Kosten für das Ausleihen des Zeltes,
welche zum jetzigen Zeitpunkt ganz beträchtlich sind.
1992 schlossen der damalige Vorstand mit dem Vorstand des KGV ,,Einigkeit” in Leipzig
einen Partnerschaftsvertrag. Durch Gegenseitige Besuche und Austausch von Erfahrungen,
entstand bis zum heutigen Tage eine herzliche Freundschaft.
Im gleichen Jahr wurde unsere Anlage durch eine chinesische Delegation
aus Guangzhou, eine der Frankfurter Partnerstädte besucht. Die Besucher waren Messegäste in Frankfurt und wurden von der Stadt Frankfurt zu einem Besuch in unsere Kleingartenanlage eingeladen.
Trotz Verständigungsschwierigkeiten fühlten sich alle Beteiligten sehr wohl bei uns.
Im gleichen Jahr wurde eine Fäkalien - Entsorgungsstation für unsere Gartenmitglieder gebaut.
Somit wurde ein Jahrelanges Problem beseitigt.
1993 führte der Vereinsvorstand einen Prozess gegen die Stadt Frankfurt. Hier ging es um
die Erhebung der Getränkesteuer. Wir waren der erste Verein der gegen die Stadt Frankfurt in
dieser Angelegenheit einen Prozess bis zum Verwaltungsgericht führte.
Ein weiterer Prozess beim Oberverwaltungsgericht wurde nicht zugelassen, da die Höhe der Kosten zu gering waren. Mittlerweile wurde die Getränkesteuer wieder abgeschafft und der Verein wartet die letzte gerichtliche Entscheidung mit Spannung ab.
Der Weg zum Vereinshaus ,,Rosenweg”, wurde 1998 mit Verbundsteinen neu angelegt.
Somit können jetzt die Mitglieder und Besucher unser Vereinshaus trockenen Fußes erreichen.
Neue Gartenlauben wurden errichtet, ältere Lauben wurden restauriert.Sämtliche Maßnahmen
führten dazu, dass unsere Gartenanlage den Besuchern sowohl einen gepflegten Eindruck, als auch ein entsprechendes Gesamtbild vermittelt.
Das nach dem 2. Weltkrieg in Eigenleistung erbaute Vereinshaus konnte in den letzten Jahren durch Maßnahmen, wie zentrale Gasheizung, Ausbau der Küche, Sanierung der Toiletten und Erneuerung der Fenster modernisiert werden.
1985 konnten wir unser Vereinshaus an das öffentliche Wassernetz anschließen, was ebenfalls in Eigenleistung geschah. Unser gemütliches Vereinshaus bietet Platz für ca. 80 Personen.
Gäste sind uns immer herzlich willkommen
Über mehrere Jahre wurde in Eigenleistung ohne Bezuschussung für sämtliche Gartenlauben eine neue Stromversorgung vorgenommen, deren erhebliche Kosten von den Mitgliedern getragen wurde. Für jede Parzelle wurde ein separates Stromkabel verlegt.
Anlässlich der Bundesgartenschau in Frankfurt sollte der Verein durch den Bau einer Lärmschutzwand an der Autobahn A5 von der teilweise sehr starken Lärmbelästigung geschützt werden.
Leider wurde, bedingt durch das Verhalten einer Partei der Stadtverordneten, bis zum heutigem Zeitpunkt dieses Vorhaben nicht weiter verfolgt.
Seitens Vorstand werden wir jedoch alles mögliche unternehmen, dass es eines Tages doch gelingen wird, den Kleingärtnern etwas mehr Ruhe zu verschaffen.
Durch Sanierungsarbeiten wurde der heutige Otto - Gabel - Weg einschließlich Parkplatz in einen damals ansehnlichen Zustand versetzt.
Leider mussten wir feststellen, das diese Maßnahmen für uns mit erheblicher Mehrarbeit verbunden sind.
Der Verein ist jährlich damit beschäftigt, die sehr schlecht ausgeführten Facharbeiten nachzubessern.
Zur Festigung der Gemeinschaft veranstaltet unser Verein alljählich nicht nur sein traditionelles Gartenfest, sondern auch einen Seniorennachmittag, sowie eine Weihnachtsfeier. Gleichzeitig werden bei der Weihnachtsfeier Mitglieder für langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt.
Es ist nicht immer leicht allen Wünschen und Vorstellungen der Mitglieder gerecht zu werden. Bislang haben jedoch alle bisherigen Vereinsvorstände durch Leistung und initiatives Handeln das Vertrauen der Vereinsgemeinschaft erwerben und bewahren können. Wir danken allen Mitgliedern für ihre Mitarbeit und Unterstützung bei der Bewältigung der immer umfangreicher gewordenen Aufgaben. Wenn diese positive Tendenz auch Künftig anhält, dürfen wir mit ruhigem Gewissen der Zukunft entgegensehen.
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